Grundschulforum

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    Jeder fünfte Viertklässler kann nicht richtig schreiben

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    Beitrag von walter_52 am Di 14 Mai 2019, 20:06

    Dasselbe Problem, anderes Vorgehen in NRW und Berlin.  Das schaut konstruktiver aus:

    Bestehende Bibliotheken werden mit Hilfe der Förderung ausgebaut oder neue Leseräume geschaffen. Lesepädagogik-Experten beraten die Einrichtungen, wie sie die Räume lesefördernd und kindgerecht gestalten können. Dabei spielen die Wünsche und Vorstellungen der Kinder, die zuvor zum Beispiel in Kinderkonferenzen oder Klassenräten besprochen werden, eine besondere Rolle. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projektpartners Postbank fungieren darüber hinaus als Schulbotschafter und helfen bei der praktischen Um- oder Neugestaltung der Räume.


    Wenn die räumlichen Voraussetzungen geschaffen sind, kommen TrainerIinnen von Save the Children für einige Wochen in die Schule beziehungsweise die Nachmittagsbetreuung. Gemeinsam mit den Pädagogen dort führen sie verschiedene Aktivitäten zur Leseförderung durch. Dabei steht das Erleben von Freude beim Lesen immer im Mittelpunkt.

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    Beitrag von walter_52 am Di 14 Mai 2019, 19:55

    Aktuell ist dies Thema in Baden-Württemberg und man lässt sich Einiges einfallen:


    • Kooperation mit anderen Bundesländern
    • Online-Weiterbildungskurse für Lehrkräfte
    • Dazu wird auf die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen von Erstklässlern verwiesen.


    Alles gut und recht, doch die Gewerkschaft legt den Finger in eine andere Wunde - nicht zu unrecht:

    Die Bildungsgewerkschaft GEW kritisierte die Initiative als „Alibi-Veranstaltung der Kultusministerin“: Die Grundschullehrer hätten es satt, „dass die Kultusministerin schwächere Rechtschreibleistungen mit der Kompetenz der Lehrkräfte in Verbindung bringt und sie gleichzeitig keine Förderstunden und die Ausstattung bekommen, in denen sie Rechtschreibung voranbringen und sinnvolle Sprachförderung anbieten können.“ 

    In diesem Satz verbirgt sich berechtigte Kritik. Es ist nun einmal nicht möglich, in 27 Wochenstunden immer mehr Themen neu in die Grundschulen hineinzutragen, vermeintlich verknüpfbar mit Kernthemen und zu glauben, damit werde irgendein Fortschritt erzielt. Nein, es findet ein Qualitätsabbau des Lernens in den Kernfächern statt. 
    Ganz einfach erklärt: Wenn während der Grundschulzeit von ca. 900  Schulstunden im Fach Deutsch immer mehr Stunden für "neue, wichtige Themen" abgezwackt werden, dann ist es klar, dass eben Kernkompetenzen zu kurz kommen. 

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